BOY
U-Bilder
In surreal, dystopisch anmutenden Räumen stehen vereinzelt Menschen komplett versunken in ihrer digitalen Welt.
In unserer Gesellschaft etabliert sich angesichts einer sich dramatisch verändernden Welt ein Gefühl des Niedergangs, des Ausgeliefertseins und der Überforderung. Für dieses Gefühl stehen die Räume der Bilder, sie haben noch einen deutlichen Bezug zur realen Welt (sie wurden aus Fotografien von U-Bahnhöfen gestaltet) sind jedoch verzerrt und aus ihrer Funktion und Perspektive gefallen. Diese Welt ist offensichtlich aus dem Lot geraten.
Ein weiterer Aspekt der Arbeit ist die Digitalisierung unseres Lebens. Sie ist bis in die letzten Winkel unserer Welt vorgedrungen, häufig schwer verständlich und immer schwieriger zu kontrollieren. Es geht um Themen wie digitale Überwachung, der Kampf um unsere Daten, der rasante Fortschritt in KI, bis hin zu Cyber War. Oder im persönlichen Bereich Kommunikation, Bildschirmzeit, Berieselung und Suchtgefahr. In den Bildern dargestellt durch das omnipräsente Handy, die verpixelten Gesichter und das Fadenkreuz einer Überwachungskamera.
Das U im Titel bezieht sich nicht nur auf den Untergrund, die U-Bahnstationen, sondern auch auf die Prozesse und Wahrnehmungen unseres Unterbewusstseins, die diese Bilder generieren.










